Noch 1500 sm sagt unser Plotter. Wenn wir weiterhin so segeln können, werden wir in 15-16 Tagen Atuona auf Hiva Oa erreicht haben. Der Wind bläst meist mit 5-6Bf und mit der Genua schaffen wir die angepeilten etwa 100sm am Tag. Rekorde wollen wir nicht aufstellen, sondern möglichst ruhig und vor allem sicher unterwegs sein.
Ein Flautengebiet mit Regen und Squalls hat uns zwei Tage kleinere Etmale gebracht. Gestern dann ärgerten uns Regen und Squalls mit Wind von über 7Bf fast den ganzen Tag; immerhin war die Nacht wieder ruhiger. Überhaupt hat der SO-Passat uns bisher kaum stetigen Wind mit ruhigem Dahinsegeln beschert,- von 4Bf bis 7 und 8Bf war schon alles dabei und der Seegang ist meist hoch. Noch zweieinhalb Wochen vor uns hatten zwei befreundete Boote hier Flauten und Leichtwind und waren weit nach Süden gesegelt, um mehr Wind zu finden. Wir können uns seit 4°S, seit der SO-Passat einsetzte, über Windmangel nicht beklagen.
Gestern Nacht hat sich an Backbord das Bimini vom Geräteträger gelöst, die Nietverbindung ist gebrochen. Wir konnten es erstmal mit Band sichern. Und es hält so gut, dass wir mit der Reparatur wohl bis zu unserer Ankunft warten können. Zwei Tage davor ist der Großschotblock am Baum gebrochen, natürlich auch nachts (wann sonst). Das Groß war nicht gesetzt und der Baum noch mit einer zweiten Leine gesichert, so dass wir ihn schnell einfangen konnten. Leider hat der schlagende Baum nebst Leine eine unserer Winschkurbeln in den Pazifik befördert. Den Block haben wir gegen einen neuen ausgewechselt, sodass das Groß wieder einsatzbereit wäre.
Position: 08°36S ; 113°19,6W ; Kurs: 265° ; Wind SO 6Bf ; 4-5 Kn
Montag, 24. April 2017
Dienstag, 18. April 2017
Unterwegs nach Marquesas, 21.Tag
Auf dieser Fahrt hatten wir relativ ruhiges Wetter erwartet. Seit wir im SO-Passat sind, haben wir mehr das Gefühl von Ostseesegeln statt Südseefeeling. Vor zwei Tagen gab es für sechs Stunden 8 Bf. Selbst unser Boot mit relativ hohem Freibord tauchte immer wieder bis zur Reling ins Wasser und die Wellen knallten gegen den Rumpf. Der Wind nahm dann ab auf Bf 7 und weiter auf die 5-6 Bf, die meistens wehen. Um es trotzdem an Bord etwas gemütlicher zu haben und keine gewagten Segelmanöver machen zu müssen, segeln wir nur mit Genua. Und die zieht uns mit 4-5 Knoten gemächlich weiter nach Westen. Zurzeit haben wir gerade Schwachwind, aber das wird wohl nicht lange so bleiben.
Position: 06°35S ; 104°40W ; Kurs: 270° ; Wind: SO 2-3 Bf ; 2-3 Kn
Position: 06°35S ; 104°40W ; Kurs: 270° ; Wind: SO 2-3 Bf ; 2-3 Kn
Samstag, 15. April 2017
Unterwegs nach Marquesas, 18.Tag
Seit Dienstag dem 11.April -der 14.Tag- segeln wir im SO-Passat. Anfangs, auf etwa 4°S, blies er nur mit 2-3 Bf, zuwenig um genügend Fahrt zu machen, sodass wir weiter nach Südwesten segelten in der Hoffnung auf mehr Wind. Den haben wir jetzt: Seit drei Tagen -ab etwa 5°30S- erleben wir den SO-Passat stärker, es weht mit 5-6 Bf, manchmal 7 Bf. Mit nur 1/3 ausgerollter Genua kommen wir gut voran, das anfänglich noch gesetzte Groß im 2.Reff haben wir runtergeholt; so segeln wir mit etwa 100 sm am Tag unserem Ziel entgegen. Nur der sehr hohe, unangenehme Seegang erschwert das Bordleben.
Die Windfahne tut ihren Dienst und hält das Boot gut auf Kurs. Damit beschränkt sich das Bordleben in erster Linie auf die Zubereitung der Mahlzeiten. Das allerdings ist durch den heftigen Seegang nicht gerade einfach. Lt.Wetterbericht soll der Passat in den nächsten Tagen Richtung Westen abnehmen.
Position: 06°33S ; 099°50W ; Kurs: 260° ; Wind: SO, 5-6 Bf ; 4-5 Kn
Die Windfahne tut ihren Dienst und hält das Boot gut auf Kurs. Damit beschränkt sich das Bordleben in erster Linie auf die Zubereitung der Mahlzeiten. Das allerdings ist durch den heftigen Seegang nicht gerade einfach. Lt.Wetterbericht soll der Passat in den nächsten Tagen Richtung Westen abnehmen.
Position: 06°33S ; 099°50W ; Kurs: 260° ; Wind: SO, 5-6 Bf ; 4-5 Kn
Sonntag, 9. April 2017
Unterwegs nach Marquesas, 12.Tag
Nach fast zwei Wochen auf See hat sich das Bordleben gut eingespielt. Auf dem Speiseplan steht immer noch frisches Gemüse und Obst, das sich sehr gut hält, und zwei Fische haben wir auch schon geangelt -einen Thunfisch und eine Goldmakrele. An Galapagos sind wir nun vorbei und obwohl wir dort nicht angelegt sind, haben wir doch einiges von den Inseln gesehen. Der nördliche Kurs führte an den Inseln Isla Pinta, Isla Isabela und Isla Fernandina vorbei. Sie lagen zwar etwas weiter weg, trotzdem freuen wir uns, sie aus der Ferne gesehen zu haben -und nicht nur das. Auch von der Tierwelt bekamen wir etwas mit:
Dreieinhalb Tage und drei Nächte begleitete uns ein Tölpel, der wohl auf Galapagos zu Hause ist. Der Vogel saß vorn auf dem Bugkorb, putzte sich ausgiebig und ließ sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Wir konnten sehr nah an ihn heran, das störte ihn nicht und auch Segelmanöver vertrieben ihn nicht von seinem Platz. Morgens und nachmittags flog er kurz davon, wohl um sich eine Mahlzeit zu angeln. Leider war er nicht ganz stubenrein. Kurz vor der Isla Pinta, unser nördlichster Punkt bei Galapagos, besuchten uns Wale. Es waren etwa 15-20 Tiere. Wie man sie nennt, wissen wir nicht; sie waren etwa 3-4m lang, hatten einen großen sehr runden Kopf und einen weißen Fleck auf dem Rücken. Besonders interessant fanden sie wohl das Ruder unserer Windfahne, das einige genau betrachteten. Dabei waren sie sehr vorsichtig und haben nichts berührt. Das schönste Erlebnis waren zwei Seelöwen in Höhe Roca Redondo vor Isla Isabela. Leider waren sie sehr schnell wieder verschwunden.
Nordwestlich von Galapagos drangsalierte uns eine starke nach nordwest setzende Strömung, die westlich von Isla Isabela nachließ. Unser Kurs geht jetzt nach Südwesten. Wir motorsegelten die Westseite der Galapagos-Inseln entlang und nun diesen Kurs weiter, um in die SO-Passatzone zu gelangen. Lt.Wetterbericht soll der Passat jetzt bei etwa 3°Süd einsetzen. Das Wetter ist sehr ruhig mit wenig Wind und ruhiger See.
Position: 02°34S; 092°39W ; Kurs: 210°; Wind: S, 2Bf ; 3-4 Kn
Dreieinhalb Tage und drei Nächte begleitete uns ein Tölpel, der wohl auf Galapagos zu Hause ist. Der Vogel saß vorn auf dem Bugkorb, putzte sich ausgiebig und ließ sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Wir konnten sehr nah an ihn heran, das störte ihn nicht und auch Segelmanöver vertrieben ihn nicht von seinem Platz. Morgens und nachmittags flog er kurz davon, wohl um sich eine Mahlzeit zu angeln. Leider war er nicht ganz stubenrein. Kurz vor der Isla Pinta, unser nördlichster Punkt bei Galapagos, besuchten uns Wale. Es waren etwa 15-20 Tiere. Wie man sie nennt, wissen wir nicht; sie waren etwa 3-4m lang, hatten einen großen sehr runden Kopf und einen weißen Fleck auf dem Rücken. Besonders interessant fanden sie wohl das Ruder unserer Windfahne, das einige genau betrachteten. Dabei waren sie sehr vorsichtig und haben nichts berührt. Das schönste Erlebnis waren zwei Seelöwen in Höhe Roca Redondo vor Isla Isabela. Leider waren sie sehr schnell wieder verschwunden.
Nordwestlich von Galapagos drangsalierte uns eine starke nach nordwest setzende Strömung, die westlich von Isla Isabela nachließ. Unser Kurs geht jetzt nach Südwesten. Wir motorsegelten die Westseite der Galapagos-Inseln entlang und nun diesen Kurs weiter, um in die SO-Passatzone zu gelangen. Lt.Wetterbericht soll der Passat jetzt bei etwa 3°Süd einsetzen. Das Wetter ist sehr ruhig mit wenig Wind und ruhiger See.
Position: 02°34S; 092°39W ; Kurs: 210°; Wind: S, 2Bf ; 3-4 Kn
Dienstag, 4. April 2017
Unterwegs nach Marquesas, 7.Tag
Seit sieben Tagen sind wir jetzt unterwegs. Unser Plan war ab Punta Mala/Panama auf Südwest-Kurs zu gehen und dann östlich an Galapagos vorbeizusegeln (-oder zu motoren mangels Wind). Anfangs hatten wir guten Wind, der dann aber einschlief, sodass wir dreieinhalb Tage motorten. Nur manchmal versuchten wir zu segeln bei sehr wenig Wind.
Jetzt hat das Wetter eine andere Entscheidung für uns getroffen: seit heute morgen haben wir Wind aus SSO mit 4-5 Bf und auf unserem "alten" Kurs von 225° eine hohe Dünung gegenan. Deshalb haben wir den Kurs auf West geändert, um nun nördlich an Galapagos vorbeizugehen. Bis zum Mittag gab es herrlichstes Segelwetter mit Sonne und wunderbar stetigem Wind. Leider blieb uns dieser Wind nicht lange erhalten, nur die schwere Dünung aus SO ist geblieben. Jetzt motorsegeln wir bei 2 Bf. Voraussichtlich in drei Tagen wird Galapagos endlich hinter uns liegen.
Position: 0°17,7N, 087°10,1W ; 2 Bf ; Sonne
Jetzt hat das Wetter eine andere Entscheidung für uns getroffen: seit heute morgen haben wir Wind aus SSO mit 4-5 Bf und auf unserem "alten" Kurs von 225° eine hohe Dünung gegenan. Deshalb haben wir den Kurs auf West geändert, um nun nördlich an Galapagos vorbeizugehen. Bis zum Mittag gab es herrlichstes Segelwetter mit Sonne und wunderbar stetigem Wind. Leider blieb uns dieser Wind nicht lange erhalten, nur die schwere Dünung aus SO ist geblieben. Jetzt motorsegeln wir bei 2 Bf. Voraussichtlich in drei Tagen wird Galapagos endlich hinter uns liegen.
Position: 0°17,7N, 087°10,1W ; 2 Bf ; Sonne
Donnerstag, 30. März 2017
Segeln zu den Marquesas
Ja,- wir segeln jetzt doch zu den Marquesas; zumindest wollen wir es versuchen. Seit drei Tagen sind wir unterwegs und bei Flaute in La Playita (Panama) am Dienstag 28.März mittags gestartet. Der Tank ist voll und wir stellten uns auf eine lange Motorfahrt ein. Aber -wider erwarten- haben wir wundervollen Segelwind und beste Bedingungen. Nur die ersten drei Stunden motorten wir, und bei Punta Chame, als der Wind einsetzte, war es etwas ruppiger bei 5-6 Beaufort. Ausgerechnet dort hatten wir einen Thunfisch an der Angel, den wir aber trotz Wind und Welle an Bord hieven konnten. Jetzt gibt es zwei Tage leckeren Fisch.
Letzte Nacht hatten wir keinen Segelwind und fuhren unter Motor, konnten dafür aber beide ruhig schlafen; denn Punta Mala mit dem vielen Schiffsverkehr liegt hinter uns. Seit 07.30 Uhr lokaler Zeit (12.30 UTC) segeln wir wieder bei herrlichstem Segelwetter.
Position: 06°22,0 N, 080°54,8 W; Bf 3-4; Sonne, wenig Welle
Letzte Nacht hatten wir keinen Segelwind und fuhren unter Motor, konnten dafür aber beide ruhig schlafen; denn Punta Mala mit dem vielen Schiffsverkehr liegt hinter uns. Seit 07.30 Uhr lokaler Zeit (12.30 UTC) segeln wir wieder bei herrlichstem Segelwetter.
Position: 06°22,0 N, 080°54,8 W; Bf 3-4; Sonne, wenig Welle
Dienstag, 7. März 2017
...und nochmal,- Panamakanal
Panama,-
ein Land, das uns nicht loslässt. Jetzt sind wir schon ein
dreiviertel Jahr hier, haben es hassen und lieben gelernt und wissen
immer noch nicht wohin die Reise weitergeht. Den Panamakanal kennen
wir zur Genüge und könnten wohl jedem mit Rat und Tat zur Seite
stehen, falls gewünscht; denn jetzt sind wir schon sechsmal durch,
-sechsmal. Dreimal als Linehandler und, - ja, dreimal mit dem
eigenen Boot. Ist eigentlich ganz einfach, und das viele Geld für
einen Agenten nicht erforderlich.
Jetzt liegen wir im Balboa Yachtclub und beobachten wieder die in den Kanal einfahrenden großen „Pötte“ und die vielen Pelikane, die hier scheinbar reichlich Nahrung finden. Die schöne Insel Taboga ist wieder in Sicht und nachts erstrahlen die Lichter der vielen auf Reede liegenden Schiffe als gäbe es dort eine große Stadt.
Jetzt liegen wir im Balboa Yachtclub und beobachten wieder die in den Kanal einfahrenden großen „Pötte“ und die vielen Pelikane, die hier scheinbar reichlich Nahrung finden. Die schöne Insel Taboga ist wieder in Sicht und nachts erstrahlen die Lichter der vielen auf Reede liegenden Schiffe als gäbe es dort eine große Stadt.
Die
Skyline von Panama-City sieht man vom Balboa Yachtclub aus nicht.
Diese Pracht hat man nur in Las Brisas und teilweise in La Playita.
Nach Playita verlegen wir uns evtl. noch, denn Balboa Yachtclub ist
auf die Dauer doch ziemlich teuer...
Unsere
Reise hatte uns wieder in die Shelter Bay- Marina geführt. Von hier
aus sollte es nochmal rübergehen. Am Sonntag 26.Februar war unser
bestätigter Termin und morgens alles für die Durchfahrt
vorbereitet. Erst nachmittags ging es dann richtig los und wir fuhren
in die „Flats“. Morgens gab es noch einen Schock: einer unserer
Linehandler hatte kurzfristig wegen Rückenproblemen abgesagt und nun liefen wir noch stundenlang herum, um einen zu finden, der kurzfristig zusagen würde. Die morgendliche Ruhe vor dem Kanaltransit war dahin und wir konnten uns nur noch wenig darauf vorbereiten. Vier Linehandler müssen nun mal zwingend bereitgestellt sein.
Einen sehr teuren gekauften Linehandler brauchten wir dann doch zum
Glück nicht, weil unser Dritter bereit war, seine junge Tochter mit
an Bord zu bringen,- die dann noch fast vom Advisor abgelehnt wurde.
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| Wieder in der Shelter Bay-Marina |
Bevor es losging machte einer von uns (Elke) endlich doch noch einmal einen Ausflug zur
Festung San Lorenzo.
Die liegt an der Mündung des Flusses Chagres
und ist eines der vielen Bollwerke, die die
Spanier gegen Angriffe von See und von
Land errichtet haben.
Das viele Gold lockte nicht nur die Piraten.
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| Wieder mal Leinen und Reifenfender für den Kanal |
Die
Kanaldurchfahrt lief dann ohne Probleme. An ein zweites Boot gebunden
schipperte Jochen jeweils in die Schleusen. Die Monkeyfists flogen
von den Seiten herunter,- beide Boote brauchten nur jeweils zwei
Leinen und zwei Linehandler. Für die unvermeidbare Nacht an der
großen Mooring-Boje im Gatun-See (gleich hinter den Gatun-Schleusen)
hatten wir diesmal die Vorschiffskoje hergerichtet. Der Dritte
schlief in der Hundekoje und für uns blieben der Salon und eine
große Koje, die allerdings mit viel Krims-Krams vollgestopft war, so
dass nur einer drin schlafen konnte.
Das Wetter war diesmal
sehr gut, ohne Regen und mit viel Sonne.
Ohne Probleme wurden die Hilfsleinen mit den
Affenfäusten gefangen und auf ging`s durch die Schleusen.
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| Im Gatun-See, wieder große Pötte |
Nochmal die Anfahrt auf "Pedro Miguel"
Der Knoten an den Leinen soll
immer ein Palstek sein.
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Nochmal Miraflores-Schleusen
Jetzt
noch die letzte Schleuse und dann der Pazifik. Ist es diesmal
wirklich die „letzte Schleuse“ für uns ? Dann noch einmal
unter der Brücke de las Americas hindurch, - und dann dürfen wir
uns eine Mooring-Boje im Balboa-Yachtclub angeln. Leinen und Fender
werden hier sofort abgeholt; auch unsere Linehandler können
mitfahren und kommen noch am selben Tag zurück nach Shelter Bay.
Ach ja:- Das war ja erst unser fünftes Mal. Panama-Kanal die Sechste hatten wir dann noch einmal als Linehandler. Aber jetzt soll damit endlich Schluss sein.
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