Dienstag, 17. September 2019

Nochmal Phuket und zurück


Nein, wieder nicht mit dem Boot,- das Faulenzen hat ungeahnte Ausmaße angenommen. Gesegelt wird erst wieder, wenn es weiter Richtung Westen geht. Aber da unser Visum für Malaysia wieder mal abläuft, müssen wir außer Landes. Phuket ist schnell und günstig per Flieger zu erreichen und eine weitere etwas größere Reise in die entferntere Umgebung wollen wir jetzt nicht machen, weil auch überall Regenzeit und deshalb keine Reisezeit ist.

So ganz untätig sind wir nun aber auch nicht. Gedanklich sind wir schon fortgeschritten mit unseren Vorbereitungen für die weitere Segelreise, nur die Ausführung muss noch warten. Das liegt in erster Linie am Wetter. Auch hier ist Regenzeit und die ist ausgeprägter als wir es in dieser Region erwartet hatten. Deshalb ist noch nicht eine weitere Leiste im Boot montiert worden. Gesägt wird draußen und das geht bei der Feuchtigkeit nicht. Elke weigert sich vehement, Gesäge drinnen im Boot verrichten zu lassen, in Gedenken an das Sägemehl, das sich damals beim Innenausbau in Deutschland in jede Ritze gesetzt hat. Selbst jetzt noch finden wir an unzugänglichen Stellen den Holzstaub von damals, und deshalb kommt sägen drinnen nicht mehr in Frage -sagt Elke! Also warten wir mit dem Anbringen weiterer Leisten. Im Oktober soll das Wetter eindeutig besser werden und dann geht es voll los mit der Aktivität …
 
 

               Eine Regenpause nutzt Jochen, um unsere Decksbeleuchtung und das Toplicht
               wieder zum Leuchten zu bringen. Eine neue Lampe wollen wir nicht kaufen,
               denn es sind nur die Kontakte korrodiert. Arbeiten in schwindelnden Höhen
               ist er ja schon gewöhnt.


Fertig ist immerhin schon der notwendig gewordene Batteriewechsel der EPIRB. Bei gleichzeitiger Wartung wurde alles schnell und problemlos erledigt- in Deutschland. Jochen hatte ja im Internet eine Firma in Deutschland gefunden, die das macht, gut und günstiger als hier, trotz Postversand. Nun ist die EPIRB wieder auf dem Weg zurück zu uns. Karten für die Navigation für unseren Plotter und auch Papierkarten (die haben wir immer gern zusätzlich an Bord) haben wir schon, Gastflaggen auch; und alles andere, was noch fehlt und wir hier nirgends finden können, wollen wir in Deutschland bestellen. Ist ja bisher alles problemlos in die Marina in Kuah auf Langkawi geliefert worden.
 
Wenn alles so kommt wie geplant, laufen wir
im nächsten Jahr die Seychellen und Südafrika an
 

Wetter und UV-Strahlung hat unseren modernen Rettungssystemen
endgültig den Garaus gemacht. Deshalb kommen wir auf
Altbewährtes zurück: Rettungsringe.
Nur die Halterungen Backbord und Steuerbord fehlen noch.


Wir sind weiterhin sehr zufrieden mit der Marina und liegen hier sehr gern. Alle sind sehr freundlich, helfen bei allem und selber bauen am Boot in der Marina geht auch.
 
Allsonntägliche rockige Unterhaltung
im Kneipenrestaurant "Scarborough"
 
 
An der Rentenfront hat sich übrigens noch nichts getan. Der Eingang des Antrages ist bestätigt worden aber weiter ist noch nichts passiert; es ist ja auch erst Mitte September. Morgen fliegen wir erstmal nach Thailand und freuen uns schon wieder auf ein gekühltes Zimmer mit Dusche und ein Superfrühstück. Endlich mal eine Woche ohne „Hausarbeit“.
 
 
 
 
 
 

Samstag, 24. August 2019

Kurzer Zwischenbericht aus Langkawi


Nein, ertrunken sind wir (noch) nicht und wollen und werden wir aller Voraussicht nach wohl auch nicht. Wir verweilen weiterhin auf der schönen Insel Langkawi und lassen es uns gutgehen. Aber ganz untätig sind wir nicht. Das Edelholz, das wir noch für Innenausbauten unseres Bootes brauchen wollten und in Deutschland bei unserer deutschen Adresse gelagert hatten, ist schnell und heil per Post in der Marina auf Langkawi angekommen. Der Versand war jedoch leider Megateuer,  weil Sperrgut. Aber aus uns unerklärlichen Gründen, kann man scheinbar hier auf Langkawi kein Edelholz bekommen obwohl wir hier in Edelholzlanden sind. Wahrscheinlich wäre auch die Verleimung/ Qualität nicht so gut, wie wir es aus Deutschland kennen.
 
Holz-Tohuwabohu in der Hundekoje
Es fehlen noch einige Leisten im Innenausbau
 
Leider ist das Wetter so regnerisch, dass wir kaum zum Bauen kommen, weil wir die Teile draußen zusägen. Bisher ist deshalb nur der unansehnliche Teil der Deckenverkleidung über dem Herd ausgewechselt, und endlich sieht das richtig gut aus. Weiter sind wir noch nicht gekommen, aber bald ist die Regenzeit vorbei- und dann wird auch die Faulenzerei vorbei sein. Ja, es ist Regenzeit und außer Regen ist es oft auch ziemlich windig, sogar stürmisch. Ein etwa einstündlicher Sturm hat vor einer Woche einige Vorsegel gefetzt und auch bei uns ist der Sonnenschutz für das Beiboot zerrissen, das vorn aufgepumpt an Deck liegt.



Die neue Deckenverkleidung über dem Herd.
Vorn fehlt noch eine Leiste.
Von der "alten" Verkleidung haben wir gar kein Photo,
es war Bezugsstoff für Innenraumverkleidung und der
war nur mit Heftzwecken befestigt- nicht schön.


 
Außer den Holzverschönerungen warten noch andere Teile am Boot auf Erneuerung: so ist jetzt leider doch unsere Decksbeleuchtung endgültig defekt und einen halbwegs preiswerten Ersatz haben wir hier vergeblich gesucht. Die preiswerte Alternative gibt`s scheinbar nur in Deutschland, und die werden wir uns wohl zusammen mit noch anderen Dingen, bestellen. Die anderen Dinge sind Beschläge für das Bimini, um die jetzige teilweise Befestigung mit Nieten zu ersetzen, LED-Einsätze für unsere Lampen (die wir hier nicht finden) und ein Reparaturset für die Jabsco- Toilette -braucht man doch immer wieder so ein Teil und ist in Deutschland preiswerter zu haben als hier, trotz der Versandkosten.

Eine der Nietverbindungen des Biminis
mit dem Geräteträger.

Auf dem Weg von Panama zu den Marquesas war
eine dieser Nietverbindungen gerissen und das Bimini
an einer Seite nicht mehr fest gewesen, wir hatten
 es notdürftig mit Band repariert.


Unsere EPIRB braucht eine neue Batterie. Auch das scheint hier nicht möglich zu sein. Der Chandler hier wechselt die Batterie nicht obwohl das Exemplar immerhin ein australisches Modell ist. „Wir könnten die EPIRB zwecks Wartung nach Australien senden oder bei ihm eine neue kaufen“, empfahl er uns. Das Programmieren mit unserer MMSI würde er gleich hier machen. Aber eine Neue kostet umgerechnet 700,-Euro. Das ist uns eindeutig zu viel, gibt es dasselbe Modell einschließlich Programmierung doch in Deutschland für etwa 500,-Euro. Wir befragten deshalb lieber nochmal das Internet und siehe da, Jochen fand im www jemanden der Service und Wartung anbietet, und das für erschwingliche ca.200,-Euro einschließlich Programmierung und Versand. Jetzt ist die EPIRB seit etwa zwei Wochen unterwegs nach Deutschland- per Post. Bisher ist immer alles angekommen, was wir per Post verschickt haben oder was uns geschickt wurde. (Nur einmal nicht; eine zum Glück nicht teure Sendung von SVB auf die Kanaren ist nie angekommen.) Also hoffen wir, dass das jetzt auch mit der EPIRB alles klappen wird, aber es ist immer wieder spannend ob alles da ankommt, wo es hin soll.
 
 
Damit lässt sich sehr schön die Zeit verbringen.
 

Ja, und dann ist es mit meiner (Elke) Rente jetzt auch soweit. Der Antrag ist raus und bestätigt. Die Krankenversicherung, an die die Rentenversicherung alles weiterleitet, hat sich noch nicht gemeldet... Fortsetzung in dieser Angelegenheit folgt. Hoffentlich wird es nicht so schwierig, die Krankenversicherung davon zu überzeugen, dass ich nicht krankenversicherungspflichtig bin, weil ich nicht in Deutschland bin. Diesen Kampf hat Jochen schon gefochten, vielleicht erinnern die sich ja... hoffentlich!

Und dann läuft natürlich der Countdown: noch ca. fünf Monate bis zum Ablegen. Dann geht es endlich wieder los, raus aufs Meer.
 
 
 
 
 


Mittwoch, 17. Juli 2019

Zurück auf Langkawi


Jetzt sind wir schon seit drei Wochen von unserer Reise nach Deutschland und Peking zurück und haben noch immer nicht darüber berichtet. Ja,- bei uns ist die Faulheit eingekehrt. Garnicht gut, so lange an einem Ort zu sein und nichts zu tun. Das muss sich unbedingt ändern.
Wir befürchten, dass eine derartige Untätigkeit uns auch bei Sesshaftigkeit ereilt und fürchten uns angesichts dieser Erfahrung ein bisschen vor dem endgültigen Ende der Segelreise. Was machen wir danach bloß!! Etwa nur auf dem Sofa liegen und Rechteckaugen von der Flimmerkiste kriegen? Das wollen wir eigentlich nicht, aber Faulheit lullt einen richtig ein...

Die Reise war schön! Endlich mal -einfach so- zwei Wochen in Deutschland bei Familie und Freunden, ohne dass etwas Unangenehmes passiert ist. Die Schlemmerei der meist äußerst günstigen Dickmacher von Aldi und Co. haben wir genossen, waren beim Griechen essen (gibt’s sonst nirgends, haben wir zumindest auf unserer Reise bisher nicht gesehen) und haben den einen oder anderen Eisbecher vertilgt -mit einem Berg Schlagsahne. Das wir uns für die Zeit in Norddeutschland einen fahrbaren Untersatz geliehen hatten, war eine gute Idee. Den hatten wir gleich am Flugplatz in Hamburg übernommen und sind damit durch*s schöne Ostholstein gefahren. Alles war schön grün im Juni und es war natürlich längst nicht so heiß wie auf Langkawi.

Gerade Erdbeerzeit in DE. Selberpflücken geht auch

 
                          Unser bester Freund in Deutschland


Lecker Grillen im Garten


Leider haben wir jetzt doch trouble mit dem Autovermieter bekommen, ganz unerwartet; denn anfangs schien das Automieten in Deutschland endlich genauso unkompliziert zu sein wie sonst auf der Welt. Man dichtet uns nachträglich einen Schaden an und will die Kaution nicht zurückzahlen, -mal sehen wie das endet... Schon jetzt können wir jedem, der aus der Ferne ein Auto in Deutschland mietet oder mieten will, empfehlen, unbedingt vorher die Bewertungsportale zu lesen!

Peking war auch schön! Da waren wir ja eine Woche, bevor wir nach Deutschland weitergeflogen sind. Es war vor allem anstrengend. Man muss hier sehr gut zu Fuß sein, sind doch die Sehenswürdigkeiten im Zentrum sehr weitläufig und da kommen schon einige Kilometer zusammen. Außerdem wird man ständig kontrolliert. Sowas haben wir noch nirgendwo erlebt.



Auf, zur verbotenen Stadt. Aber es ist weit... so weit...


Wo kommen bloß die vielen Menschen her.
Am Maomausoleum vorbei geht*s rein
in die verbotene Stadt


Mit gefühlt einhunderttausend anderen Menschen schlängeln wir uns den Palästen entgegen und schieben mit den Massen an den alten Gebäuden vorbei. Sehenswürdigkeitengenuss ist anders.

Überall in Richtung der großen Sehenswürdigkeiten gibt es Kontrollstellen, die ähnlich aufgebaut sind wie die Sicherheitskontrollen an Flugplätzen. Taschen/Rucksäcke und jeder Besucher werden durchleuchtet. Deshalb kommt es immer wieder zu Staus und es dauert oft lange, bis man endlich zur ersehnten Sehenswürdigkeit durchgedrungen ist. Kameras gibt es natürlich auch überall. Ob die Kontrollen wegen des dreißigsten Jahrestages der Bürgerproteste auf dem Tiananmen-Platz verschärft worden waren oder immer so sind, können wir nicht sagen.



Jochen ärgerte sich über die Durchleuchtungen, weil er mehrmals sein Feuerzeug abgeben musste. Die sind wohl nicht erlaubt. Selber schuld, wenn man das Rauchen wieder anfängt, weil die Zigaretten so günstig sind. Und das sind sie hier in China genauso wie auf Langkawi. Auch China lässt seine Bürger billiger rauchen als die Europäer in Europa oder die Deutschen in Deutschland. Dreimal war das Feuerzeug weg, bis Jochen auf die Idee kam, es in der Zigarettenschachtel zu verstauen, und tatsächlich konnten die Kontrolleure das Corpus Delicti durch die Alufolie in der Verpackung wohl nicht erkennen. Der Giftkonsum war gerettet und Jochen brauchte niemanden mehr um eine Flamme zu bitten. Ja, ja- die Raucher.




Der Weg zum Himmelstempel führt durch einen wunderschönen Park. Der Tempel soll vollständig aus Holz gebaut sein.


Eingang zum Lamatempel

Erstaunlich viele gläubige Buddhisten beten in diesem Tempel. Immerhin sind wir in China.
Die Buddhastatue ist aus einem einzigen Stamm geschnitzt und mehrere Meter hoch. Es soll drei Jahre gedauert haben, dieses Geschenk des 7.Dalai Lamas von Tibet nach Peking zu bringen.

Natürlich sind wir auch noch zur großen Mauer gefahren.
Per Seilbahn geht es nach oben. Wer will kann auch laufen
Das wäre aber eine sehr schweißtreibende Angelegenheit.



 



        Ziemlich steil, zumindest meistens. Wie überall in Peking muss man gut zu Fuß sein...




... auch hier am Sommerpalast, endlich die letzte der großen Sehenswürdigkeiten in Peking.
Überall Treppen, Treppen, Treppen...




 
Nach einer Woche Füßewundlaufen konnten wir uns danach in Deutschland erholen.
Die erhoffte Smart Card für das öffentliche Verkehrssystem scheint es in Peking übrigens nicht zu geben. Wir haben sie zumindest, auch bei Nachfragen im Touristenbüro und an der großen Bus- und U-Bahn-Haltestelle Qianmen vor dem Tiananmenplatz nicht bekommen. Sowas gibt es nicht, sagte man uns. Man zahlt für die Fahrt in bar an den Automaten oder an einem Schalter. Die Fahrkarten sind günstig und das U-Bahn- System sehr gut.








Wir sind übrigens mehrmals umsonst zu den Sehenswürdigkeiten eingelassen worden, weil wir das sechzigste Lebensjahr überschritten haben. Sommerpalast, Himmelstempel und Lama-Tempel haben nichts gekostet.


Der Rückflug nach Malaysia ging über London. Auf dem Flugplatz Heathrow mussten wir fünfzehn Stunden warten. Das machen wir nie wieder!!!  England ist für uns gestorben, endgültig und ein für allemal. Wie auf dem Kasernenhof wurden wir herumgescheucht. Man kann offensichtlich nicht einfach auf dem Flugplatz auf einem Bänkchen oder einem Polstersitz die Nacht verbringen und warten. Nein!! das ist hier nicht erlaubt!!!- Auf vielen anderen Flugplätzen in der Welt haben wir erlebt, dass man einfach so warten kann, irgendwo, wo es einem gefällt. Nicht so in England in Heathrow. Wir und alle anderen Passagiere, die auf ihren Weiterflug warteten wurden bei Gate7 zusammengepfercht und sehr unfreundlich dorthin komplimentiert. Und immer wieder Pass vorzeigen! Obwohl wir längst im abgsperrten Bereich waren, in den niemand einfach so rein darf. Die spinnen, die Engländer. Außerdem ist dieser Flugplatz auch äußerlich sehr abstoßend und hat nichts von irgendeinem gemütlichen Flair. Wir hatten ja schon mal ein „sehr nettes Erlebnis“ in England als wir zu Beginn unserer Reise uns erdreistet hatten an den Bereich der Segelwettbewerbe der Sommerolympiade vorzudringen. Nichts gegen Schotten, Iren oder Waliser aber: England- nie wieder!!!!





 


Donnerstag, 30. Mai 2019

Reise, Reise- nach Peking und Deutschland


Zu berichten gibt es nicht viel, aber langweilig ist es auch nicht. Das Unterwasserschiff wächst langsam zu, immerhin nur sehr langsam nach etwa viermonatiger Bewegungslosigkeit in der Marina. Das Antifouling, das wir aufgetragen haben, scheint wieder mal nicht ganz so schlecht gewesen zu sein. Ohne Kratzen zu müssen konnten wir einen einwöchigen Ausflug zur vorgelagerten Insel Rebak machen. Auch die Schraube scheint noch wenig bewachsen zu sein, denn das Boot fuhr ziemlich genau dahin, wohin Jochen fahren wollte und An- und Ablegen ging ohne Probleme.
 

Nochmal relaxen im Harddock-Cafe in Rebak
 
 

 
Jetzt bereiten wir uns auf unsere Reise vor. Mitte Juni läuft das Visum für Malaysia aus und wir müssen wieder einmal das Land verlassen. In der nächsten Woche fliegen wir nach Peking und anschließend nach Deutschland.

Es gibt in China einige Regionen, die man bei nur kurzzeitigem Aufenthalt ohne Visum besuchen darf. Dazu gehört auch der Großraum Peking. Der Aufenthalt darf 144Std. nicht überschreiten. Erst bei der Ankunft am Internationalen Flughafen wird (hoffentlich) dieses Visum erteilt, allerdings muss man ein Weiterreise-Ticket in ein Drittland vorlegen; also Langkawi- Peking- Langkawi geht auf diese Weise nicht. Wir haben die Peking-Tour mit einer Deutschlandreise verbunden und fliegen am 11.Juni von Peking aus nach Hamburg.

Das kostenlose 144-Std-Visum soll bisher nur sehr selten verweigert worden sein. Wir haben alles so vorbereitet, dass es hoffentlich keine Probleme gibt. Der Weiterflug ist gebucht und auch ein Sitzplatz dafür reserviert (soll notwendig sein). Jetzt dürfen wir uns nur auf dem Flugplatz in Peking nicht verlaufen, sondern müssen schnurstracks den richtigen Schalter ansteuern. Anderenfalls soll alles sehr problematisch werden, weil man ja ohne Visum im Land ist, das man ansonsten auf jeden Fall vor der Einreise haben muss.

Wir hoffen das beste. Das allwissende Internet hat uns über (hoffentlich) alles Wissenswerte über den Flugplatz informiert, sodass alles reibungslos klappen müsste und wir den „richtigen“ Schalter für das 144-Std-Visum auch finden. Von den gesparten Visagebühren, die sonst für einen Chinabesuch fällig werden (es wären für uns beide zusammen über 300,-Euro), können wir schon das Hotel bezahlen.

Leider ist die Ankunft mitten in der Nacht, um 1.05Uhr, und es fährt dann kein Shuttle-Bus mehr vom Flugplatz in die Innenstadt. Wir könnten auch ein Taxi nehmen, aber was sollten wir schon machen mitten in der Nacht bzw. sehr früh morgens in Peking. Eine Extranacht für nur wenige Stunden in unserem Hotel wollten wir nicht noch zusätzlich buchen. Geplant haben wir jetzt die etwa drei Stunden auf dem Flugplatz zu warten, um dann mit Express-Train und Bus in die Stadt zu fahren. Auf dem Flugplatz können wir uns so auch schon die Fahrkarte für das Verkehrssystem in Peking besorgen: die Beijing Transportation Smart Card. Mit der Karte kann man mit fast allen öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Solche Karten haben wir schon in mehreren Städten kennengelernt und wir finden, dass dies ein Supersystem ist. Mit der zu erwartenden Geldsumme aufgeladen kann man einfach ein- und aussteigen. Der jeweilige Fahrpreis wird jedesmal von einem Lesegerät abgebucht. Bar kann man wohl auch in den Bussen und U-Bahnen bezahlen, wenn`s anders nicht geht.

Wir sind sehr gespannt auf Peking, Beijing wie es jetzt wohl überall genannt wird. Auch, wenn man vieles aus den Medien kennt, ist es jedesmal anders, selbst an einem Ort zu sein und alles mit eigenen Augen zu sehen.


Der höchte "Berg" auf Langkawi  gegenüber der Marina in Kuah.
 Gunung Raya, 880m.
Drei Wochen werden wir ihn nicht sehen.











 


 


Mittwoch, 1. Mai 2019

Kein Ende der Segelreise


Die Segelreise soll weitergehen. Aber jetzt werden wir sicherlich bis Anfang nächsten Jahres warten müssen, um weiter gen Westen zu segeln. Eine ziemlich lange Unterbrechung, immerhin ein ganzes Jahr. Hierzubleiben hat für uns einige Vorteile. Vor allem kann ich (Elke) von hier aus meine Rente ohne Probleme beantragen. Die Internetverbindung ist gut, auch telefonieren lässt sich problemlos nach Deutschland (das war z.B.in Neukaledonien nicht möglich). Wo die Post sich befindet und wie lange ein Brief nach Deutschland dauert wissen wir auch. Jochen hatte ja arge Probleme mit der Rente, die dann nach vielem hin und her mit der Krankenkasse endlich im Februar letzten Jahres das erste Mal überwiesen wurde. Mein Nachname ist ja derselbe und deshalb hoffen wir, dass bei der Krankenkasse noch bekannt sein wird, was damals das Problem war: die Pflicht einer Krankenversicherung in Deutschland. Wir sind ja aber nicht in Deutschland und deshalb dort nicht krankenversicherungspflichtig. Hoffentlich wissen „die“ das noch!!  Ende August werden wir das wissen,- und wissen, ob wir wieder einen längeren Kampf mit der Krankenkasse ausfechten müssen. Mit dem Rentenversicherungs- Amt muss man sich nicht herumschlagen, die lassen alles von den Krankenkassen erledigen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass wir hier am Innenausbau unseres Bootes werkeln können, ohne Zeitdruck. Schon lange überlegen wir manchmal, wo und wie wir den Innenausbau endlich weiter vervollständigen können. Das meiste ist ja fertig, aber einiges fehlt eben noch, vor allem Leisten. Edelholz haben wir hier auf Langkawi noch nirgends gefunden, aber bestellen könnten wir es. Leisten aus Edelholz liegen auch noch (im Stall gelagert) bei unserer deutschen Adresse. Die möchten wir gern hierher nach Langkawi senden lassen.

Hinten fehlt noch so einiges am Innenausbau
 





Ein bisschen Holz im Cockpit könnte vielleicht gut aussehen.

Wieder mal die Sprayhood ausbessern

Mitte Juni läuft wieder unser Visum für Malaysia aus und wir werden zusammen nach Deutschland fliegen, endlich mal!! Jochens letzter Deutschlandbesuch war 2014 und ich war jetzt auch schon über zwei Jahre nicht mehr da. Die Flüge sind schon gebucht (wir machen bei dieser Reise auch einen „Abstecher“ nach Peking -aber dazu ein anderes Mal mehr). Auf Deutschland freuen wir uns jetzt schon sehr: Familie und Freunde besuchen, endlich Mal Eis mit Schlagsahne essen, richtig guten Käse … und Wurst...
 
Und dann haben wir uns auch schon mit den Werkstoffen eingedeckt, die wir für eine gründliche Bearbeitung des Unterwasserschiffes brauchen. Dafür konnten wir hier alles kaufen, was man dazu braucht, auch eine Needle-Gun, mit der sämtliche Farbe am Rumpf leichter abzuschrubben geht. Die „gründliche Bearbeitung“ wird immer notwendiger; denn es zeigen sich doch jedesmal mehr Roststellen am Unterwasserschiff. Alles muss mal runter!! Ganzkörper- Sandstrahlen möchten wir wegen der Hochpreisigkeit, zumindest jetzt noch, umgehen. Es gibt auch nur wenige Werften bisher auf unserer Reise, die das überhaupt anbieten. Zwei-Komponenten- Farbe für den anschließenden Farbaufbau nach dem Abschrubben aller Farbreste ist hier äußerst günstig zu kriegen. Wir waren erstaunt, dass es auf Langkawi sogar auch 2-K-Zinkfarbe gibt.
 
 


 
Jochen hatte noch mehrmals probiert, die widerspenstige Schraube an der oberen Steuerbord-Saling abzukriegen. Hat aber nicht geklappt. Zu guter Letzt blieb nur eine provisorische Reparatur, die aber wohl hält: ein Teil um die Schraube, das andere eingefädelt um die Want. Danach alles mit Schaumstoff umhüllt, damit nichts an der Genua scheuert.


Wenn doch noch etwas für`s Bauen fehlen sollte, lässt es sich bestellen. Die Marina in Kuah nimmt sämtliche Pakete in Empfang, selbst wenn man nicht da ist. Überhaupt finden wir diese Marina sehr empfehlenswert. Niemand meckert, wenn man am Boot arbeitet, auch wenn man dabei Lärm macht. Natürlich arbeitet hier nicht andauernd jemand mit viel Lärm an seinem Boot, aber man darf es eben. Auch malen ist möglich.
 
 

Wir hatten endlich mal Zeit, das ganze "Kleingeld"
zu sortieren, das sich in den Ländern angesammelt hat.

Jetzt ist Anfang Mai und wir genießen weiterhin die Zeit auf Langkawi, erstmal mit wenig Arbeit. Entrosten an Deck hatten wir ja im November und Dezember gemacht. Es sind wieder einige kleine Stellen da, aber das hat sowieso nie ein Ende... Die Megaarbeit am Unterwasserschiff machen wir erst Ende des Jahres, bevor wir dann Anfang 2020 wieder in See stechen, zumindest ist es so geplant. Es bleibt dabei: rund Südafrika- und von dort dann weiter nach Südamerika. Um nicht aus der Übung zu kommen, können wir hier um die Insel segeln, mit ihren vielen schönen Ankerplätzen und einigen Marinas, -vielleicht auch mal nach Thailand. Es ist wirklich sehr schön hier!