Donnerstag, 3. Mai 2018

Campervan "Ade"

Endlich, endlich kehrt wieder Ruhe ein. Der Campervan ist verkauft. Über das Verkaufsportal "Gumtree" hatten sich nur Wenige gemeldet, und nie ist jemand gekommen, um sich das Auto anzusehen. Überhaupt scheinen Australier in dieser Hinsicht sehr unzuverlässig zu sein, sie kommen einfach nicht und rufen manchmal sogar ein paar Tage später noch einmal an und "heucheln" Interesse. Verkauft haben wir den Campervan schließlich an zwei junge Französinnen, die hier ein oder vielleicht auch zwei Jahre bleiben möchten. Die beiden hatten den Van an der Straße gesehen, wo wir ihn geparkt hatten mit einem Schildchen im Fenster "For Sale" und unserer australischen Telefonnummer. Nur die Dauer der Registrierung war darauf noch zusätzlich angegeben.




Jetzt ist er weg
Der Van hat uns auch sehr gefallen,
wenn bloß nicht so viel zu reparieren gewesen wäre...


Als sie den Campervan näher begutachten konnten, haben sie sich sofort in das Fahrzeug verliebt. Es sollte vor dem Verkauf nur noch einmal von einer Werkstatt durchgecheckt werden, trotz der Zertifikate, die ja erst vor ca. zwei Wochen ausgestellt worden waren. Schon am nächsten Tag konnte das erledigt werden und am späten Nachmittag erfolgte die Übergabe -Geld gegen Auto. Der Papierkrieg wurde auch gleich erledigt. Einen Fahrzeugbrief, wie in Deutschland, gibt es hier in Australien nicht. Dafür hat man die Zertifikate (Road Worthy- und für uns auch das Gas- Certificate, weil das Auto auch mit Gas betankt werden kann). Nur beim Verkauf braucht man die, damit das Fahrzeug auf den neuen Besitzer umgeschrieben, hier "registriert", werden kann. Diese Registrierung auf den neuen Besitzer muss vom Käufer innerhalb von vierzehn Tagen vorgenommen werden. Der Verkäufer bekommt als Verkaufsbeweis eine "Seller`s Copy" , das war`s.
Zurück auf dem Boot konnten wir unser Glück kaum fassen, das Auto war weg und wir mussten es nicht für einen Schleuderpreis an einen Händler verkaufen.
Überhaupt scheint sich jetzt alles wieder zum Guten zu wenden,- die Pechsträhne scheint vorbei zu sein: Zwei Wochen vor Ablauf sind unsere neuen Kreditkarten aus Deutschland eingetroffen. Gestern ist der LED-Bildschirm für die Anzeige unserer Stromversorgung angekommen und -ja und- unser Laptop spricht aus unerfindlichen Gründen wieder deutsch!!!   Diesen Blogeintrag brauchen wir endlich nicht mehr mühsam auf dem Smartphone zu schreiben. Alles geht wieder mit dem Laptop. Nur die Tastatur will leider immer noch nicht und wir schreiben über ein extern angeschlossenes Schreibpult.


Etwas umständlich und die Tastenbelegung
ist auch gewöhnungsbedürftig.
Immerhin kommen wir auch wieder an alle Daten heran, die
auf dem Laptop gespeichert sind.
Auch Wetter über Airmail geht wieder.


Die Sache mit dem Gas haben wir auch lösen können. Australien ist ja ein Campingland und dafür gibt es alles zu kaufen, was man braucht, und das sehr günstig. Wir haben uns einen kleinen Gaskocher mit zwei Platten zugelegt nebst kleiner Gasflasche. Unsere Gasflaschen aus Deutschland lassen sich hier ja nirgendwo füllen. Aber mit dieser Kochgelegenheit kommt unser Smutje auch sehr gut zurecht. Außerdem kocht er jetzt auch sehr viel in einer Mikrowelle, noch eine neue Errungenschaft. Strom ist in der Marina umsonst (nachdem man für das Wohnen an Bord 60,-AUS$ pro Woche bezahlt hat).




Alles ziemlich beengt aber es geht



Jetzt können wir uns auf unsere Weiterreise vorbereiten. Das heißt allerdings erstmal Bootsarbeit. Seit einer Woche werden die Decks-Roststellen beseitigt, und dann braucht das Unterwasserschiff einen neuen Antifouling-Anstrich.





Einen Krantermin für unser Boot haben wir am 23.Mai in der Scarborough- Marina. Davor müssen wir leider noch einmal das Land verlassen, es sind schon wieder drei Monate vergangen und länger dürfen wir uns nicht durchgehend in Australien aufhalten. Nächsten Donnerstag fliegen wir für eine Woche nach Hongkong.








Sonntag, 15. April 2018

Autoverkauf- Vorbereitungen

Mit "unserem" Auto-Dealer liegen wir im "Klinsch". Alle mit denen wir wegen des Autos in Kontakt waren sagten, dass der Dealer den Van eigentlich zurücknehmen muss, weil er nur so wenige Kilometer durchgehalten hat. Aber leider haben wir kein Druckmittel gegen ihn und für einen Rechtsstreit fehlt uns die Energie und vor allem die Zeit. 


Die Visitenkarte des Dealers !!

Wie erwartet nimmt er den VW-Bus nicht einfach zurück im Tausch gegen die von uns gezahlten australischen Dollars. Auch von Zahlung der Hälfte der Reparaturkosten ist keine Rede mehr. Von Beginn an ist sein einziges Angebot, das Auto zu einem höheren Preis zu verkaufen als wir es von ihm bekommen haben, weil der Wert durch die Reparatur schließlich gestiegen sei. Soll das Auto etwa vorher wieder auf seinen Namen überschrieben werden?  Das wollen wir auf keinen Fall, denn dann hätten wir ja erstmal gar nichts und möglicherweise nie. Außerdem war da auch noch die Frage, wer nun das mit den Reifen repariert und die Spur neu einstellen lässt. Einige Tage verstrichen und nichts passierte. Am Ende hatten wir die Nase voll und kümmerten uns selbst um alles.
Schnell fanden wir eine Werkstatt, die alles macht, was mit Reifen zu tun hat. Sie hatten zwei neue Reifen auf Lager die an unseren Van passen. Am nächsten Tag wurde alles montiert und die ziemlich verstellte Spur richtig eingestellt. Dort bekamen wir auch die Adresse einer anderen Werkstatt in der wir ein Gas-Zertifikat bekommen könnten.




In Australien wird alles von Werkstätten gemacht. Auch die notwendigen "Certificates" um ein Auto wieder registrieren zu lassen, machen die Werkstätten,- sie brauchen dafür eine spezielle Lizenz. In Deutschland wäre dies undenkbar, weil ja (zumindest ist das unsere Erfahrung von früher als wir noch Autobesitzer in Deutschland waren) jede Werkstatt in Deutschland möglichst viel Umsatz/Gewinn machen möchte. 
Unser Gas-Certificate hatten wir jetzt -der Van fährt neben Benzin auch mit dem sehr viel günstigeren Gas. Jetzt fehlte noch das RWC, das Road-Worthy- Certificate. 


Nochmal Gas tanken,
alkes muss fest verschraubt sein


Das bekamen wir wiederum in einer anderen Werkstatt, und dies ohne Probleme. Wir waren darüber sehr erleichtert, denn wir sahen uns schon wieder wochenlang dasitzen und auf das Auto warten.
Die Certificates werden offensichtlich online an die zuständige Behörde des jeweiligen Bundesstaates übermittelt, die dann  -wenn man es beantragt- die Registrierung des Fahrzeugs ausstellt bzw. verlängert. Wir möchten sechs Monate verlängern und nicht ein ganzes Jahr. Fahrzeuge ohne Registrierung dürfen in Australien nicht fahren (gilt übrigens auch für Boote).   
Jetzt ist alles für den Verkauf des Campervans vorbereitet. Eine Anzeige ist aufgegeben und erscheint seit heute (Sonntag bei "Gumtree", einem weit verbreiteten Autoverkaufs- Anzeigenportal. Die Anzeige ist kostenlos. 

Zu verkaufen.
Jetzt fährt der Van sehr gut und man könnte
damit eine Australientour machen.
Leider haben wir keine Zeit mehr dafür.


Außer der Sache mit dem Auto haben wir leider noch andere "Baustellen" an Bord, die auf Reparatur bzw. Erneuerung warten: Seit unserer Rückkehr funktioniert unser Notebook nicht mehr richtig. Angefangen damit, dass über die Tastatur einige Buchstaben nicht auf den Bildschirm zu bringen sind, spricht der auf einmal wieder spanisch (wir haben ihn auf den Kanaren gekauft). Und dann ist da die Stromverbrauchsanzeige am Paneel,- offensichtlich ist der kleine LED-Bildschirm defekt, -das auch seit der Rückkehr von unserer abgebrochenen Australientour.







Beide Geräte haben einen Schaden,
weshalb ist unbekannt.
Ein neuer LED-Bildschirm ist bestellt.

Unser Gasvorrat neigt sich bedenklich dem Ende, und wir finden keine Füllstation mit passendem Adapter-- und die Folge-Kreditkarten für unsere "alten", die Ende April auslaufen sind auch noch nicht eingetroffen.
Aber: das wird schon wieder alles werden, oder?? Nie die Hoffnung aufgeben. Reisen ist schön.













Samstag, 31. März 2018

Alptraumland Australien

Eine Woche sollte die Reparatur unseres Vans dauern,- daraus wurde leider nichts. Ein kleines Ersatzteil, das erst falsch und dann zu spät geliefert wurde, bescheerte uns noch ein weiteres Wochenende in Wodonga: Es war die Riemenscheibe über die der Keilriemen läuft und die bei Autos mit Klimaanlage anders aussieht als sonst. Erst am Montag vor Ostern konnten wir unseren VW-Bus endlich wieder übernehmen, und das auch erst kurz vor Feierabend. Die Zündung musste noch vorher eingestellt werden,- und in Australien wird anscheinend nie zügig gearbeitet. Immer schön langsam damit man bloß nicht in Stress kommt. 




Bei den Reparaturarbeiten hatte die Werkstatt noch etwas anderes an dem Van entdeckt. Beide Vorderreifen waren jeweils innen stark abgefahren, während außen die Reifen wie neu erschienen. Offensichtlich war die Spur verstellt. Das wollten wir jetzt nicht auch noch reparieren lassen, fuhren mit dem Auto vom Werkstatthof und starteten am nächsten Morgen (Dienstag) zurück nach Brisbane.


Campen unterwegs






Campingplatz vor dem Strand
von Port Mcquarie

Der Strand bei Port Mcquarie


Über den Highway ging es zügig voran und schon nach drei Tagen waren wir fast wieder in Brisbane. Aber es ist wie verhext: etwa dreißig Kilometer vor dem Ziel (der Parkplatz der East Coast- Marina) hatten wir vorne rechts Plattfuß. Hätte das Ding nicht noch die paar Minuten Fahrzeit durchhalten können? 
Vorsichtig langsam rumpelten wir auf dem hier glücklicherweise vorhandenem Standstreifen zur nächsten Ausfahrt. Die war nur etwa einen Kilometer entfernt. Gleich hinter der Ausfahrt gab es eine kleine Seitenstraße wo wir den Reifen wechseln konnten. Dabei sahen wir, dass auch das linke Vorderrad nicht mehr lange durchhalten würde.


Reserverad rechts




Der Reifen links vorn, innen abgefahren


Nun hat ja so ein Auto immer nur ein Reserverad, und das war nun verbaut. Deshalb trauten wir uns nicht mehr auf den Highway zurück, denn da wollten wir auf keinen Fall liegenbleiben. Auf Umwegen über kleine Straßen fuhren wir deshalb nach dem Radwechsel weiter.
Eine halbe Stunde später konnten wir den VW-Bus auf dem Parkplatz der Marina abstellen,-uff. Jetzt wollten wir uns nur noch ausruhen und erstmal, zumindest für einen Tag, nicht mehr über den ganzen Schlamassel nachdenken.






Montag, 19. März 2018

Unterwegs in Australien- Pechverfolgung

Weil der Van kaputt in der Werkstatt steht und wir deshalb nicht darin schlafen können, sind wir nach Melbourne gefahren -per Bus und Bahn, für fünf Tage.



In Melbourne ist uns nun am letzten Tag eine unserer Bankkarten abhanden gekommen. Ein Geldautomat hat Jochens Karte geschluckt und nicht wieder rausgerückt, nachdem die Abhebung nicht reibungslos verlaufen ist. Ziemlich verdutzt haben wir den Geldautomaten angestarrt, der uns endgültig die geplante Autofahrt durch Australien vermasselt hat;- denn wir kommen ab Ende April jetzt nicht mehr an Bargeld. Unsere Kreditkarten sind nur noch bis Ende April gültig und meine (Elke) Bank-Card ist defekt und funktioniert seit einiger Zeit nicht mehr. Bisher hatten wir uns darüber keine Sorgen gemacht: Jochens Bank-Card ging ja immer. -- Unsere neuen Kreditkarten werden per Post nach Brisbane gesandt, wo unser Boot in der Marina liegt. Aber dort wären wir ja nicht, wären wir unterwegs... Diesen Kloß mussten wir erstmal schlucken.
Bei der Bank, zu der der "Schluck-Automat" gehört, konnten wir nichts mehr machen;- die Karte schluckte der am Sonntag und schon Montagmorgen mussten wir zurück in die Autowerkstatt nach Wodonga. Die Fahrkarte hatten wir schon gekauft.




Jetzt sind wir seit Montagmittag zurück in Wodonga und gleich in die Autowerkstatt gegangen. Das Auto ist noch nicht fertig, nur die kaputten Teile sind ausgebaut. Aber repariert ist noch nichts. Weshalb bloß hat man uns nicht angerufen,- wir haben doch deshalb extra unsere australische Telefonnummer hinterlegt.(?) Aber: immer Ruhe bewahren.



Wir wohnen nun wieder in dem uns schon bekannten Caravan-Park,- in einem "Cabin". Das ist richtig gut ausgestattet, mit Schlafraum, eigenem Bad und Küche. Es ist das erste Mal seit Jahren, dass wir so exklusiv wohnen,- und es ist gar nicht teuer. So machen wir jetzt quasi Urlaub in Wodonga. Sogar einen kleinen Swimmingpool gibt es.





Weiterhin warten wir darauf, dass das Auto endlich wieder fahrbereit ist. Immerhin sind heute Nachmittag (Dienstag) die Teile gekommen, die neu gebraucht werden,- eine Zylinderkopfdichtung und ein Kühler. Dass der Kühler auch kaputt ist, wurde beim Ausbauen in der Werkstatt gemerkt. Man hatte ihn mit einer zu langen Schraube befestigt, die einfach durchgeschraubt worden war. Das hatte gehalten. Aber, baut man ihn aus, ist er kaputt.

Wir wollen uns die Laune nicht verderben lassen und hoffen das beste, dass der Van Ende der Woche wieder fährt. Dann geht es zurück nach Brisbane. Mal sehen, ob der Autodealer die versprochene Hälfte der Reparaturkosten übernimmt.







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Sonntag, 11. März 2018

Unterwegs in Australien -Zwangspause


Der Motor soll kaputt sein, lt.VW-Werkstatt. Von Anfang an wollte man uns dort einen Austauschmotor aufschwatzen. Sogar einen Kostenvoranschlag legte man uns vor, obwohl wir gar nicht darum gebeten hatten. Hier wollten wir nur noch weg und konnten am nächsten Tag endlich mit zumindest neuen Zündkerzen den Hof verlassen. Wie befürchtet waren die nicht die Ursache für das "Ruckeln". Wir ruckelten davon und parkten erstmal bei einem Shopping- Center.


Die "alten" Zündkerzen.
Sehen schon ziemlich schlecht aus.

Hier mussten wir erst mal luftholen. Was sollten wir jetzt machen?  Mit dem VW-Bus können wir so nicht weiterfahren. Wir sind noch keine 2000km gefahren und wollten doch noch so viel sehen von Australien. Die Enttäuschung schoben wir beiseite; immerhin hatten wir keinen Unfall, es geht uns gut, wir haben schon so viele schöne Erlebnisse gehabt und irgendwie würde es schon weitergehen.


Känguruhs bei einem Campingplatz.
Wir haben auch zwei gesehen, die
miteinander (oder gegeneinander) boxten.

Nun gibt es in Albury  offensichtlich sehr viele Wekstätten, die mit Autos zu tun haben, auch sehr viele Autohändler, scheinbar ein Ort mit Autotradition. Überall sahen wir irgendetwas, was mit Autos zu tun hatte. Könnte man hier nicht eine andere gute Werkstatt finden? Wir fingen an uns durchzufragen und hatten schon nach kurzer Zeit jemanden gefunden. 
Tatsächlich lernten wir hier "DEN" VW-Experten der Region kennen. Er ist selbst VW-Fan und Mechaniker und weiß so ziemlich alles über VW-Fahrzeuge.


Endlich redeten wir mit einem Mechaniker und nicht - wie in der VW-Wekstatt- nur mit einem Verkäufer.

Der Volkswagen- Experte sprach nicht von einem Austauschmotor sondern vom Reparieren. Das sei durchaus möglich nur leider sei er selbst zu sehr beschäftigt, um das für uns zu machen. Aber: er kennt einen Anderen. An den reichte er uns weiter, nachdem er selbst telefonisch alles mit ihm besprochen hatte. So landeten wir bei Craig.
Craig ist leider als guter Automechaniker auch heiß begehrt und kann auch erst am Mittwoch mit der Reparatur beginnen. Also warten wir und verbringen die Tage in Albury bzw. Wodonga. Albury und Wodonga bilden quasi eine Art Zwillingsstadt: Die Grenze der Bundesstaaten New South Wales und Victoria läuft mitten hindurch. Wir sind in Wodonga.





Craig wird einige Tage mit der Reparatur beschäftigt sein, und wir müssen während der Zeit eine andere Übernachtungs- Möglichkeit finden. Der VW-Bus ist ja sonst unser Schlafplatz.

Melbourne ist nur etwa 250km von uns entfernt und wir überlegen, eine Kurzreise in die Stadt zu machen. Dann würden wir nicht nur rumsitzen, sondern etwas vom Land sehen. Täglich fährt ein Zug nach Melbourne.






Dienstag, 6. März 2018

Unterwegs in Australien- Auto kaputt

Wenn einer eine Reise tut, dann ...- unser Auto ist kaputt. Auf dem Highway von Goulburn in Richtung Melbourne fing das "Ruckeln" des Autos auf einmal an,- als wenn man ständig Gas gibt und wieder bremst. Wir hielten an, doch Jochen konnte das Malheur leider nicht beheben. Ruckelnd fuhren wir weiter und konnten uns noch die etwa dreißig Kilometer bis ins Städtchen Albury retten. Dort angekommen empfahl man uns auf einer Tankstelle eine VW-Werkstatt, und wir freuten uns, dass es hier eine gibt.




Nun ist unser VW-Bus ja nicht gerade der Neueste -Baujahr 1994, und die Werkstatt wollte uns alles mögliche "andrehen". Eine Messung des Kompressionsdruckes der Kolben sollte durchgeführt werden. Das wollten wir aber nicht, denn der Fehler wäre damit noch nicht behoben, aber dafür allein hätten wir schon über vierhundert Australiendollar hinblättern müssen. Jochen tippt auf defekte Zündkerzen -oder zumindest eine defekte Zündkerze, und machte deutlich, dass er auch nur die Zündkerzen ausgewechselt haben möchte. Wir warteten und warteten aber die Werkstatt ließ sich nicht dazu bewegen, diese "Kleinigkeit" gleich durchzuführen. Also mussten wir in Albury übernachten. 
Wie überall gibt es auch hier Campingplätze, die mit allem ausgerüstet sind was man braucht.




Jetzt ist morgens der 7.März und wir warten wieder. Zur Lunchzeit soll das Auto fertig sein und wir hoffen, dass dann wieder alles einwandfrei funktioniert.

Bisher lief der VW-Bus gut. Von dem Küstenort Yamba aus sind wir ins "Hinterland" gefahren und über den New England Highway weiter nach Südwesten in die Blue Mountains. So konnten wir den Großraum Sydney umfahren. 
Leider zeigte sich das Wetter in den Bergen von seiner schlechtesten Seite. Wegen Nebels konnten wir nicht eine der "Lookouts" in den Blue Mountains genießen,- nur ein paar Wasserfälle gab es zu sehen. Außerdem war es ziemlich kalt.



Und nach dem Nebel kam der Regen. Wasser sind wir ja gewohnt, aber soviel !!  Es regnete wie aus Eimern und die Straße war auch nicht mehr die beste als wir von den Blue Mountains aus weiter über Landstraßen nach Südwesten fuhren. Bei Goulburn übernachteten wir. Mit besserem Wetter ging es dann weiter am nächsten Morgen Richtung Melbourne.





Jetzt haben wir gerade einen Anruf aus der Werkstatt bekommen: der Motor ist kaputt.





Donnerstag, 1. März 2018

Unterwegs in Australien- Gestartert

Am 1.März sind wir mit unserem VW-Bus von Manly aus gestartet, zwei Wochen, nachdem wir aus Neuseeland zurückgekehrt sind. In den zwei Wochen haben wir noch einiges vorbereitet und uns auch noch mit administrativen Sachen beschäftigt. Die Bürokratie in Deutschland lässt einen einfach nicht los und ständig ist etwas zu erledigen. Eine sehr wichtige "Sache" ist endlich zu einem erfolgreichen Ende gekommen: Jochen ist jetzt RENTNER!!! -und endlich wird unsere Bordkasse entlastet. Jetzt können wir entspannt durch Australien fahren.





Unser VW-Bus ist in Queensland registriert, und die Queensländer lieben ihren Sunshine-State. Nachdem wir endlich nach fast einer Stunde aus dem Großbereich von Brisbane heraus waren, fuhren wir weiter auf dem Pacific-Highway nach Süden. Vorbei ging's an dem schönen Strand der Byron Bay bis nach Evans Head, dort übernachteten wir.
Es war die erste Nacht in unserem VW-Bus und wir müssen uns noch dran gewöhnen. Aber wie in Neuseeland wird sich alles schnell einspielen.


Jetzt sind wir etwas weiter südlich, in Yamba. Yamba liegt am Clearance River, der hier in einem Delta in den Pazifik mündet, für Angler ein Paradies. Auch die Strände sind hier schön. Und Segelboote liegen hier. Wir wollen versuchen, eines von einem Segelfreund zu finden, der es hier gelassen hat und nun gerade in Deutschland ist.
Es ist erst unser zweiter Tag auf den Straßen von Australien. Schon drei Monate ohne segeln, aber Landratten wollen wir nicht werden.