Donnerstag, 25. August 2016

Frust Ade !


Von unserer Rückfahrt nach dem so lange vorbereiteten Start mussten wir uns erst einmal erholen. Es war ja alles vorbereitet, vor allem auch das innere Nervenkostüm,- und dann der Abbruch der Fahrt, was wahrlich keine leichte Entscheidung war.
Wieder zurück ankerten wir eine Woche vor der Marina La Playita. Das kennen wir ja schon und auch den Dinghy-Steg dort nebst der hohen Kosten von 50,- US$ plus 7% Tax pro Woche. Deshalb haben wir uns auf die andere Seite nach "Las Brisas" verlegt. Hier liegt man zwar kostenlos, und es ist auch erheblich ruhiger mit weniger Schwell, aber leider ist die Dinghy-Anlegesituation katastrophal, sodass wir möglichst selten von Bord gehen, um uns nicht noch bei dem Gekraxel vom Dinghy an Land zu verletzen.

Der "Dinghy-Steg" von Las Brisas

Gekraxel an Land

Zurück zum Dinghy geht es mit diesem kleinen roten Boot, das jeweils an der Leiter und an den Pontons mit einer langen Leine befestigt ist. Damit kann man sich dann dorthin ziehen wohin man möchte.
Der Tidenhub beträgt immerhin etwa fünf Meter.

Das kleine rote Boot ist fast immer voll Wasser





Unseren Proviant müssen wir wieder etwas aufstocken, vor allem Getränke und frische Lebensmittel. Mit dem Dinghy kann man an eine schon reichlich verfallene Treppe heranfahren, über die sich der Einkauf immerhin etwas einfacher und mit weniger Kletterei einladen lässt. Nur- vor dem Einladen ins Dinghy muss jedesmal zumindest einer die Turnübung zum Beiboot vollführen und dann zur Treppe fahren an der man leider nicht richtig anlegen kann. Meistens ist es Jochen der klettert und dabei immer nasse Füße bekommt. -Hatten wir das nicht schon mal, und dachten wir nicht mit unserem schönen neuen, großen Dinghy gebe es nie wieder "nasse Füße" !

Die Treppe, an der man leider nicht festmachen kann.
Wegen des Tidenhubs liegt sie manchmal völlig frei und man muss über Geröll klettern.

Von hier aus fahren viele sogar per Wassertaxi.


Wenn alles wieder an Bord ist,- und das könnte etwa in einer Woche so sein-, soll es erst einmal wieder zu den Las-Perlas- Inseln gehen, diesmal auf die Ostseite, und dann sehen wir mal, wie es so geht. Wir hoffen wieder auf fangfrischen Fisch und nicht zuletzt auch darauf, wieder Wale zu sehen, evtl. sogar Buckelwale, die es dort geben soll. Es zieht uns also wieder nach Süden -und vielleicht, vielleicht ...





Donnerstag, 11. August 2016

Wetterchaos

Das Wetter östlich von Isla Malpelo hat uns veranlasst umzukehren,- keine leichte Entscheidung, immerhin 700 Seemeilen "für die Katz". Wind, Schwell und Strom kommen ja auf dem Törn von Panama Richtung Galapagos aus Südwest. Aber, dass der Wind hier so stark wehen kann, nämlich zwischen 22 und 27 Knoten, haben wir nicht erwartet. Die Vorhersage sprach von 10 bis 15 Knoten Wind. Die Wellenhöhe nahm wegen des Starkwindes immer mehr zu, und wir kamen trotz Maschinenunterstützung nur noch mit etwa 2 Knoten voran. Der Meeresboden bei Isla Malpelo steigt von über 1000 Meter wieder an und wohl dadurch, auch nach unseren Erfahrungen, kommt es zu chaotischeren Seegangsbedingungen, die das Segeln nicht gerade angenehm machen. Um nicht zu nahe an das Kap Lorenzo zu kommen, mussten wir versuchen West zu machen. Das Boot schepperte und knallte in den Wellen, und dies hätte noch mehrere Tage gedauert. Der Skipper entschied deshalb die Umkehr. Hinter uns sahen wir nach der Drehung die schäumende See.
Nach Segelanweisung soll die Route die Richtige gewesen sein, aber wir haben da jetzt unsere Zweifel. (Wer weiß schon, was am warmen Ofen sonst noch für Segelanweisungen ausgebrütet worden sind ??) Vielleicht liegt es an der Jahreszeit. Trotzdem haben wir in Panama-Süd viele Segler getroffen, die diesen Törn jetzt wagen und kurz vor uns gestartet sind.
Jetzt liegen wir wieder vor der Marina La Playita vor Anker, haben wieder mal die Dinghy-Dock- Gebühr entrichtet, lecken unsere Wunden (die Zwei-Farben-Positionslampe am Bugkorb hat bei den Wellen ihren Dienst aufgegeben)- und überlegen, welche Route wohl die Bessere wäre. Oh,- wie schön ist Panama !
Widrige Segelbedingungen finden wir doch immer wieder treffsicher ! -Wer eine Herausforderung sucht, ist herzlich eingeladen uns zu begleiten (natürlich mit dem eigenen Schiffchen).

Donnerstag, 4. August 2016

Panama - Marquesas, los geht`s

Gestern Mittag, Dienstag, gingen wir Anker auf zur langen Fahrt zu den Marquesas. Anfangs soll es Richtung Süden gehen bis wir auf der Höhe von Galapagos sind, und dann nach Westen. Punta Mala haben wir in der Nacht passiert und mussten ständig die großen Pötte beobachten, die Richtung Panamakanal fahren oder aus dem Kanal kommen. Jetzt ist weniger Verkehr und wir machen wegen Strom gute Fahrt. Leider motoren wir mangels Wind, aber der Seegang ist moderat und ein Gewitter haben wir auch bisher noch nicht gehabt, obwohl nachts ständig Blitze in der Ferne zu sehen waren. Nächster Wegpunkt ist erst einmal Isla Malpelo, die wir östlich passieren werden.
Gestartet sind wir von der Las Perlas-Insel Pedro Gonzales, vor der wir zwei Tage geankert haben. Der kleine Ort der Insel gab uns einen kleinen Kulturschock, denn hier ist alles ziemlich ärmlich und verfallen, und ein neu angelegter Hafen passt so gar nicht zu dem, was wir im Ort gesehen haben. Die Insel Contadora, die wir davor besucht haben, ist das Gegenteil: hier gibt es gute Straßen, kleine Läden, Restaurants, Hotels und sogar einen kleinen Flugplatz.
Und es gibt wirklich Wale bei den Las Perlas. Wir sahen immer wieder ihre Fontänen und die Schwanzflossen vor dem Abtauchen.
Ausklarieren ging übrigens wider Erwarten sehr einfach in Panama. Auf dem Gelände der Flamenco-Marina gibt es das Büro eines Port Captains und eine Immigration. Beim Port Captain bekamen wir ohne Probleme das "Zarpe" und den Stempel in die Pässe bei der Immigration,- nur für das Zarpe mussten wir etwas bezahlen, 5,60 US$, Immigration war kostenlos !