Samstag, 24. August 2019

Kurzer Zwischenbericht aus Langkawi


Nein, ertrunken sind wir (noch) nicht und wollen und werden wir aller Voraussicht nach wohl auch nicht. Wir verweilen weiterhin auf der schönen Insel Langkawi und lassen es uns gutgehen. Aber ganz untätig sind wir nicht. Das Edelholz, das wir noch für Innenausbauten unseres Bootes brauchen wollten und in Deutschland bei unserer deutschen Adresse gelagert hatten, ist schnell und heil per Post in der Marina auf Langkawi angekommen. Der Versand war jedoch leider Megateuer,  weil Sperrgut. Aber aus uns unerklärlichen Gründen, kann man scheinbar hier auf Langkawi kein Edelholz bekommen obwohl wir hier in Edelholzlanden sind. Wahrscheinlich wäre auch die Verleimung/ Qualität nicht so gut, wie wir es aus Deutschland kennen.
 
Holz-Tohuwabohu in der Hundekoje
Es fehlen noch einige Leisten im Innenausbau
 
Leider ist das Wetter so regnerisch, dass wir kaum zum Bauen kommen, weil wir die Teile draußen zusägen. Bisher ist deshalb nur der unansehnliche Teil der Deckenverkleidung über dem Herd ausgewechselt, und endlich sieht das richtig gut aus. Weiter sind wir noch nicht gekommen, aber bald ist die Regenzeit vorbei- und dann wird auch die Faulenzerei vorbei sein. Ja, es ist Regenzeit und außer Regen ist es oft auch ziemlich windig, sogar stürmisch. Ein etwa einstündlicher Sturm hat vor einer Woche einige Vorsegel gefetzt und auch bei uns ist der Sonnenschutz für das Beiboot zerrissen, das vorn aufgepumpt an Deck liegt.



Die neue Deckenverkleidung über dem Herd.
Vorn fehlt noch eine Leiste.
Von der "alten" Verkleidung haben wir gar kein Photo,
es war Bezugsstoff für Innenraumverkleidung und der
war nur mit Heftzwecken befestigt- nicht schön.


 
Außer den Holzverschönerungen warten noch andere Teile am Boot auf Erneuerung: so ist jetzt leider doch unsere Decksbeleuchtung endgültig defekt und einen halbwegs preiswerten Ersatz haben wir hier vergeblich gesucht. Die preiswerte Alternative gibt`s scheinbar nur in Deutschland, und die werden wir uns wohl zusammen mit noch anderen Dingen, bestellen. Die anderen Dinge sind Beschläge für das Bimini, um die jetzige teilweise Befestigung mit Nieten zu ersetzen, LED-Einsätze für unsere Lampen (die wir hier nicht finden) und ein Reparaturset für die Jabsco- Toilette -braucht man doch immer wieder so ein Teil und ist in Deutschland preiswerter zu haben als hier, trotz der Versandkosten.

Eine der Nietverbindungen des Biminis
mit dem Geräteträger.

Auf dem Weg von Panama zu den Marquesas war
eine dieser Nietverbindungen gerissen und das Bimini
an einer Seite nicht mehr fest gewesen, wir hatten
 es notdürftig mit Band repariert.


Unsere EPIRB braucht eine neue Batterie. Auch das scheint hier nicht möglich zu sein. Der Chandler hier wechselt die Batterie nicht obwohl das Exemplar immerhin ein australisches Modell ist. „Wir könnten die EPIRB zwecks Wartung nach Australien senden oder bei ihm eine neue kaufen“, empfahl er uns. Das Programmieren mit unserer MMSI würde er gleich hier machen. Aber eine Neue kostet umgerechnet 700,-Euro. Das ist uns eindeutig zu viel, gibt es dasselbe Modell einschließlich Programmierung doch in Deutschland für etwa 500,-Euro. Wir befragten deshalb lieber nochmal das Internet und siehe da, Jochen fand im www jemanden der Service und Wartung anbietet, und das für erschwingliche ca.200,-Euro einschließlich Programmierung und Versand. Jetzt ist die EPIRB seit etwa zwei Wochen unterwegs nach Deutschland- per Post. Bisher ist immer alles angekommen, was wir per Post verschickt haben oder was uns geschickt wurde. (Nur einmal nicht; eine zum Glück nicht teure Sendung von SVB auf die Kanaren ist nie angekommen.) Also hoffen wir, dass das jetzt auch mit der EPIRB alles klappen wird, aber es ist immer wieder spannend ob alles da ankommt, wo es hin soll.
 
 
Damit lässt sich sehr schön die Zeit verbringen.
 

Ja, und dann ist es mit meiner (Elke) Rente jetzt auch soweit. Der Antrag ist raus und bestätigt. Die Krankenversicherung, an die die Rentenversicherung alles weiterleitet, hat sich noch nicht gemeldet... Fortsetzung in dieser Angelegenheit folgt. Hoffentlich wird es nicht so schwierig, die Krankenversicherung davon zu überzeugen, dass ich nicht krankenversicherungspflichtig bin, weil ich nicht in Deutschland bin. Diesen Kampf hat Jochen schon gefochten, vielleicht erinnern die sich ja... hoffentlich!

Und dann läuft natürlich der Countdown: noch ca. fünf Monate bis zum Ablegen. Dann geht es endlich wieder los, raus aufs Meer.