Freitag, 22. März 2019

Phuket ohne Segelboot


Die Kreditkarte ist leider noch immer nicht da. Seit unserer Rückkehr aus Phuket ist schon über eine Woche vergangen, aber die Post spielt nicht mit. Es scheint, als wenn seit Ende Februar alles auf Langkawi etwas langsamer vonstatten geht. In der Fährstation ist viel weniger los und der Verkehr auf den Straßen hat scheinbar auch nachgelassen.

Phuket war wirklich kein Traumziel für uns, aber wir mussten ja Malaysia verlassen. Noch vor einiger Zeit konnte man ein neues Visum bekommen, wenn man nur kurz über die Grenze verschwindet und gleich wieder reinkommt, aber diese Zeiten sind vorbei. Jetzt haben wir uns sieben lange Tage in Phuket aufgehalten. Unser Hoteldomizil hatten wir in Phuket Town gebucht; denn Strandurlauber sind wir nicht und hofften, dass in der Stadt zumindest ein bisschen mehr zu sehen sein würde. Die schöne Internet-Welt ermöglicht ja immerhin, auch ohne Bücher schon vorher zu erkunden, welche Sehenswürdigkeiten ein Ort zu bieten hat.
 
 
 
Ganz ohne fahrbaren Untersatz kommt man in Phuket nicht aus, will man mehr als nur das tägliche Gewusel der Menschenmassen im Hauptort über sich ergehen lassen. Und von den Menschenmassen Asiens bekommt man auch in Phuket so einiges mit. Überall ist es voll und eng. Alles ist vollgestellt mit Gegenständen. Vor allem der Gehweg -eigentlich doch für Fußgänger- ist eher ein Abstellweg für alle möglichen Sachen. Natürlich ist auch alles voll mit Touristen und wohl fast jeder versucht an den Ausländern zu verdienen. Sogar Phuket Town ist voller Touristen, was wir eigentilch so nicht erwartet hatten, aber auch hier tummeln sich die Massen. Vom Flugplatz ist die Stadt über dreißig Kilometer entfernt. Wir nahmen den Airportbus für diese Strecke, der fährt jede Stunde und diese Art des Transportes ist am günstigsten.
 
In Langkawi steigt man über eine Treppe ins Flugzeug
Der Airportbus auf Phuket ist Knallgelb
 
 
 
Die Taxiabzocke, wie wir sie in Bangkok hatten, wollten wir nicht noch einmal erleben. Überhaupt verdiente nicht ein Taxifahrer auch nur einen einzigen Baht an uns. Essen und Trinken ist, wie überall in Thailand, äußerst günstig und wir stürzten uns gleich am ersten Tag nach Ankunft ins Gewühl: ein Wat und noch ein Wat, die Altstadt, chinesische Tempel... Abends hatten wir schon so einiges von Phuket Town gesehen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Für die weiter entfernt liegenden Sehenswürdigkeiten mieteten wir uns zwei Tage später ein Auto: noch mehr Wats und Buddhas. Elefanten sieht man auch (Touristen lassen sich von ihnen duch die Landschaft tragen). Die Küste ist nie weit entfernt und von den höher gelegenen Gegenden gibt es sehr schöne Aussichten auf die Buchten und Strände.
 
Am Wat Chalong


Vom "Big Buddha" (aus Marmor und noch nicht ganz fertig gebaut)
ist die Ankerbucht von "Ao Chalong" im Osten gut zu sehen (oben rechts).
Unten: die Westseite
 
 
 
In der Ankerbucht von Ao Chalong lagen einige Segelboote. Vielleicht sind wir ja doch selbst noch einmal da per Boot, wer weiß... Ganz im Süden mit schöner Aussicht gibt es auch eine sehr schöne Ankerbucht. Sie ist nicht so bevölkert und schnorcheln vom Strand oder Boot aus scheint hier auch gut möglich zu sein.
 
 
 
 
 
Auf dem "Monkey Hill". Hier wimmelt es von hungrigen Mäulern
die von Touristen gefüttert werden wollen.
 
Zum Sündenbabel „Patong“ mit seinem sehr langen breiten Strand machten wir einen Ausflug per Linienbus. Das Bussystem auf Phuket ist gut und günstig, und von Phuket Town bis Patong fährt man etwa eine dreiviertelstunde. Der „Busbahnhof“ von dem aus die Busse in alle Richtungen fahren liegt mitten in der Stadt und war von unserem Hotel aus schnell fußläufig erreichbar.
 
 
 
 
 
 
Per Pedes gelangten wir am Samstag zum großen Wochenendmarkt, dem Riesen- Nightmarket,- bei Touristen aber auch Einheimischen sehr beliebt. Er öffnet gegen vier Uhr Nachmittags und ist kurze Zeit später übervoll mit Menschen. Hier kann man sich durchfuttern und so ziemlich alles kaufen, was das Herz begehrt. (Raub-Kopien sollen der Renner sein.)
 
 
...noch ein Wat, gleich gegenüber des Marktes
 
 
Der Markt war zwar etwas weiter entfernt von unserem Hotel, aber wir laufen gern in fremden Gefilden, weil man so mehr sieht. So entdeckten wir auch ein großes Neubaugebiet mit noch halbfertigen Gebäuden und dahinter liegendem neu angelegten großen Park. Wohnungen für Neubewohner aus dem Ausland? Viele Nicht-Thailänder scheinen auf Phuket zu wohnen.
 
 
 
 
 
 
 
Schlecht war der „Zwangsurlaub“ auf Phuket nicht, immerhin haben wir einen Eindruck von der Insel bekommen. Einen Besuch der vorgelagerten Inseln haben wir ausgelassen. Per Fähre gelangt man ständig dorthin. Phi Phi liegt bei den Sonnenanbetern noch immer voll im Trend, das zeigte ein Besuch des Fähranlegers.
 
 
 
Vielleicht segeln wir ja doch noch nach Thailand und können die vielen Inseln noch sehen; denn- wie oben schon gesagt- die Kreditkarte ist leider noch immer nicht da, und es ist schon Ende März...bald ändert sich die Windrichtung des Monsuns.