Donnerstag, 30. März 2017

Segeln zu den Marquesas

Ja,- wir segeln jetzt doch zu den Marquesas; zumindest wollen wir es versuchen. Seit drei Tagen sind wir unterwegs und bei Flaute in La Playita (Panama) am Dienstag 28.März mittags gestartet. Der Tank ist voll und wir stellten uns auf eine lange Motorfahrt ein. Aber -wider erwarten- haben wir wundervollen Segelwind und beste Bedingungen. Nur die ersten drei Stunden motorten wir, und bei Punta Chame, als der Wind einsetzte, war es etwas ruppiger bei 5-6 Beaufort. Ausgerechnet dort hatten wir einen Thunfisch an der Angel, den wir aber trotz Wind und Welle an Bord hieven konnten. Jetzt gibt es zwei Tage leckeren Fisch.
Letzte Nacht hatten wir keinen Segelwind und fuhren unter Motor, konnten dafür aber beide ruhig schlafen; denn Punta Mala mit dem vielen Schiffsverkehr liegt hinter uns. Seit 07.30 Uhr lokaler Zeit (12.30 UTC) segeln wir wieder bei herrlichstem Segelwetter.
Position: 06°22,0 N, 080°54,8 W; Bf 3-4; Sonne, wenig Welle

Dienstag, 7. März 2017

...und nochmal,- Panamakanal


Panama,- ein Land, das uns nicht loslässt. Jetzt sind wir schon ein dreiviertel Jahr hier, haben es hassen und lieben gelernt und wissen immer noch nicht wohin die Reise weitergeht. Den Panamakanal kennen wir zur Genüge und könnten wohl jedem mit Rat und Tat zur Seite stehen, falls gewünscht; denn jetzt sind wir schon sechsmal durch, -sechsmal. Dreimal als Linehandler und, - ja, dreimal mit dem eigenen Boot. Ist eigentlich ganz einfach, und das viele Geld für einen Agenten nicht erforderlich.
Jetzt liegen wir im Balboa Yachtclub und beobachten wieder die in den Kanal einfahrenden großen „Pötte“ und die vielen Pelikane, die hier scheinbar reichlich Nahrung finden. Die schöne Insel Taboga ist wieder in Sicht und nachts erstrahlen die Lichter der vielen auf Reede liegenden Schiffe als gäbe es dort eine große Stadt.

Die Skyline von Panama-City sieht man vom Balboa Yachtclub aus nicht. Diese Pracht hat man nur in Las Brisas und teilweise in La Playita. Nach Playita verlegen wir uns evtl. noch, denn Balboa Yachtclub ist auf die Dauer doch ziemlich teuer...

Unsere Reise hatte uns wieder in die Shelter Bay- Marina geführt. Von hier aus sollte es nochmal rübergehen. Am Sonntag 26.Februar war unser bestätigter Termin und morgens alles für die Durchfahrt vorbereitet. Erst nachmittags ging es dann richtig los und wir fuhren in die „Flats“. Morgens gab es noch einen Schock: einer unserer Linehandler hatte kurzfristig wegen Rückenproblemen abgesagt und nun liefen wir noch stundenlang herum, um einen zu finden, der kurzfristig zusagen würde. Die morgendliche Ruhe vor dem Kanaltransit war dahin und wir konnten uns nur noch wenig darauf vorbereiten. Vier Linehandler müssen nun mal zwingend bereitgestellt sein. Einen sehr teuren gekauften Linehandler brauchten wir dann doch zum Glück nicht, weil unser Dritter bereit war, seine junge Tochter mit an Bord zu bringen,- die dann noch fast vom Advisor abgelehnt wurde.



Wieder in der Shelter Bay-Marina


Bevor es losging machte einer von uns (Elke) endlich doch noch einmal einen Ausflug zur
Festung San Lorenzo.
Die liegt an der Mündung des Flusses Chagres
und ist eines der vielen Bollwerke, die die
Spanier gegen Angriffe von See und von
Land errichtet haben.
Das viele Gold lockte nicht nur die Piraten.
 

 

 




Wieder mal Leinen und Reifenfender für den Kanal
 

Die Kanaldurchfahrt lief dann ohne Probleme. An ein zweites Boot gebunden schipperte Jochen jeweils in die Schleusen. Die Monkeyfists flogen von den Seiten herunter,- beide Boote brauchten nur jeweils zwei Leinen und zwei Linehandler. Für die unvermeidbare Nacht an der großen Mooring-Boje im Gatun-See (gleich hinter den Gatun-Schleusen) hatten wir diesmal die Vorschiffskoje hergerichtet. Der Dritte schlief in der Hundekoje und für uns blieben der Salon und eine große Koje, die allerdings mit viel Krims-Krams vollgestopft war, so dass nur einer drin schlafen konnte.
 



 

Das Wetter war diesmal
sehr gut, ohne Regen und mit viel Sonne.



Ohne Probleme wurden die Hilfsleinen mit den
Affenfäusten gefangen und auf ging`s durch die Schleusen.

 
 
 
 
Im Gatun-See, wieder große Pötte
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Nochmal die Anfahrt auf "Pedro Miguel"
Der Knoten an den Leinen soll
immer ein Palstek sein.
 
 
 
Nochmal Miraflores-Schleusen
mit dem Aussichtsturm.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 



Jetzt noch die letzte Schleuse und dann der Pazifik. Ist es diesmal wirklich die „letzte Schleuse“ für uns ?  Dann noch einmal unter der Brücke de las Americas hindurch, - und dann dürfen wir uns eine Mooring-Boje im Balboa-Yachtclub angeln. Leinen und Fender werden hier sofort abgeholt; auch unsere Linehandler können mitfahren und kommen noch am selben Tag zurück nach Shelter Bay.

Die letzte Schleuse. Hinein in den Pazifik

Einmal noch die Amerika-Brücke

 





Festgemacht an der Mooringboje im Balboa-Yachtclub



 

 

Ach ja:- Das war ja erst unser fünftes Mal. Panama-Kanal die Sechste hatten wir dann noch einmal als Linehandler. Aber jetzt soll damit endlich Schluss sein.