Freitag, 15. September 2017

Bis Tonga noch drei Tage


Nach dem „Anglerglück“ brauchten wir die Angel nicht mehr rauszulassen, wir hatten jetzt mehr als genug Fisch an Bord und waren für die restliche Fahrt versorgt. Außerdem hatte der Wetterbericht eine Schlechtwetterfront angekündigt, die mehr Seegang und mehr Wind bringen würde.
 
"Unsere" Goldmakrele
 
Chaos in der Küche beim Fischzerteilen



Um der Schlechtwetterfront etwas auzuweichen änderten wir den Kurs nach Südwest, Richtung Niue. In der Nacht hatten wir dann das vorhergesagte schlechtere Wetter. Aber schon am nächsten Tag besserte es sich wieder. Nur der unangenehm hohe Seegang blieb uns erhalten. Bei diesen Seebedingungen wollten wir nicht an einer der sehr frei liegenden Mooring-Bojen vor der Insel Niue anlegen und änderten erneut den Kurs. Richtung Nordwest ging es weiter, um den „Capricorn Seamount“ östlich zu passieren; an diesem Punkt selbst soll der Meeresboden laut Seekarte bis auf 227m Wassertiefe ansteigen. Der Seegang blieb unangenehm, vielleicht weil der Meeresgrund hier sehr stark zerklüftet ist und es vor Tonga einen Graben mit über zehntausend Metern gibt.

Das Neueste vom Wetter kriegen wir über Amateurfunk, auf Compi übertragen


Bis Tonga sind es jetzt noch drei Tage. Nur noch einmal musste in der Bordküche ein Brot gebacken werden. Das macht natürlich auch der Skipper und nimmt dafür als Form unsere kleine Kuchenform. Ein frisch gebackenes Brot reicht immer etwa für drei Tage.


Der angerührte Teig aufgegangen in der Form ...



... und nach dem Backen




Drei Tage brauchen wir noch bis Tonga und für die restliche Strecke ist ruhiges Wetter vorhergesagt.